Bienenhaltung/Honigverkauf

Warum sind die Bienen für die Öko-E so interessant?

Wir interessieren uns für die Bienen, weil wir als Öko-E guten und frischen Bio-Honig als reines Naturprodukt anbieten möchten, um mit diesem neuen Geschäftsfeld auch unser Engagement für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur zu unterstreichen. Unsere Schülergenossenschaft besitzt 2 Bienenstöcke, die von Schülerinnen und Schülern am Standort Herchen betreut werden. Dabei werden wir von der Biologielehrerin Frau Mai-Gebhardt unterstützt, die nachfolgend unserer Arbeit mit den Bienen erklärt.

Das Bienen-Jahr beginnt !
Gestern (14.02.2024) habe ich mit der Bienen-Fachfrau Miriam Schaffner (Bienenzuchtverein Eitorf) unsere Bienenvölker betrachtet. Von diesem Verein werden wir betreut und ich lasse mich gerne beraten. Sie war begeistert, wie viele Bienen vorhanden waren. Wir haben das weitere Vorgehen besprochen. 
Heute haben wir dann in der Schulimkerei einen Futterraum aufgebaut und jeweils eine handvoll Bienenfutterteig (weiße Kugel im Bild) hineingegeben. Wir wollen, dass die vielen Bienen gut in den Frühling kommen. Andererseits haben viele Bienen heute bei 14°C bereits einen Ausflug gemacht und sind mit Pollenhöschen (siehe Bilder) zurückgekommen. Was, es blüht schon was? Wo kommt der Pollen her? – Natürlich, Schneeglöckchen, Krokusse, Saalweide, einige Bäume fangen an zu blühen. Jetzt unterstützen wir die Bienen noch, in wenigen Wochen kommt dann der Honigraum bereits auf die zwei Bienenbeuten und die Bienen fangen an, Honig zu produzieren. Werden wir im Frühsommer eine Zwischenernte einfahren? Mal sehen – wir werden berichten. 
Um die Honigbeuten vorzubereiten, haben wir heute angefangen, die Wachs-Mittelwände in die Holzrähmchen (Zargen) einzulöten. Hä, löten? – Ja, mit einer Stromquelle wurden die Drähte im Rahmen erwärmt, die dünne Wachswand angeschmolzen und sie bleibt dann im Rahmen. Nächste Wochen machen wir damit weiter.

Bild: Öko-E: Wir setzen die Wachsrahmen in die Bienenstöcke ein.

Anfang März ist für unsere Bienen momentan eine schwierige Zeit. Sobald 10 Grad plus oder Sonne starten sie, um Pollen zu holen. Den finden sie auch, aber dann kommt die Kälte am Abend und lässt sie erstarren. So sind einige am Flugloch zu finden, die es nicht mehr in die „warme Hütte“ geschafft haben. Bedauerlich. Aber der Pollen bedeutet, dass die Königin schon aktiv ist, Eier legt und dass bald die Maden gefüttert werden müssen. Die Überwinterungsbienen sterben so langsam und die neue Bienengeneration reift heran. Vor zwei Wochen hatte wir die Bienen noch gefüttert, damit sie die „Kälte“ durchhalten

Bienenlehrpfaderöffnung am 21.03.2024
Ab sofort steht der Bienenlehrpfad für alle Lehrkräfte und Schüler:innen offen. Außenstehende Gäste melden sich bitte an.
Die Schulimkerei bedankt sich bei allen, die geholfen haben.
Ein großer Dank gilt unserem Hausmeister, den Ergänzungskursen und dem Bio Q2 Kurs, der die Podcasts für den Bienenlehrpfad erstellt hat. 

Was für eine Bienenart haben wir eigentlich?
Die Buckfastbiene ist eine Züchtung der Westlichen Honigbiene (Apis mellifera). Sie ist das Ergebnis von zahlreichen Zuchtfortschritten, die von Karl Kehrle, einem Imker, im englischen Kloster Buckfast, ab 1916 und später von der internationalen Gemeinschaft der Buckfastzüchter erbracht wurden. Heute ist die Buckfastbiene weltweit verbreitet.
Laut der Zuchtordnung der Gemeinschaft der europäischen Buckfastimker e.V. (GdeB) ist das Zuchtziel der Buckfastzüchter eine krankheitsfeste, vitale, sanftmütige, schwarmträge und leistungsstarke Bienenpopulation, die an die jeweiligen Umweltbedingungen gut angepasst ist bei Erhaltung der genetischen Vielfalt. Derzeit steht insbesondere die parasitische Varroa-Milbe im Fokus der Resistenzzucht.

Das züchterische Ergebnis von Karl Kehrle war eine „erbfeste“, friedliche, schwarmträge Biene, die bei Verwendung einer modernen Wirtschaftsweise mit der quadratischen Beute sehr ertragreich.
Wenn ihr mal genau eine Biene in den Bildern anschaut, dann seht ihr im ersten Körperglied nach dem Kopf ein gelbliches Glied, die anderen zwischen den dunklen sind grau. Das ist typisch für die Buckfastbiene.

Autorin: Frau Mai-Gebhardt